Mitarbeiter:innen-Seite Wiener Familienbund
Hier findet ihr alle relevanten Informationen für eure Arbeit beim Wiener Familienbund
Wichtige Dokumente (pdf-Download)
FAQ zu Anstellung & Bezahlung
Anstellungszeitraum
Anstellungszeitraum
Alle Mitarbeiter:innen werden bereits 3 Tage vor ihrem Betreuungsstart angestellt. Diese Tage beinhalten:
1) Einschulungen
(5 x 90 min) an verschiedenen Terminen im Juni (s.o.)
2) Teamtag
Fixtermin am 02.07.2026
Markhofgasse 19
1030 Wien
Programm:
-
- Standortleitungs- und Betreuer:innenteam kennenlernen
- Vertragsunterzeichnung
- Teambuilding
- Planung der ersten Betreuungswoche
3) Einzugstag in den Standort
Fixtermin am 03.07.2027
An eurem Betreuungsstandort.
Programm:
-
- Einrichten des Standortes
- Planung und Probedurchlauf für Montag
- Teambuildung
Da es sich hierbei um bezahlte Arbeitstage handelt, sind das Pflichttermine. Die Termine können ausschließlich nach Rücksprache mit der Projektleitung und nur in Ausnahmefällen nachgeholt werden. Bei ggf. Terminkollision mit Prüfungsterminen kann mit der Standortleitung vereinbart werden, dass ihr später dazustoßt oder früher geht.
Es wird ein Anstellungszeitraum von min. 4 aufeinanderfolgende Betreuungswochen bevorzugt um evtl. Regelungen bzgl. geringfügiger Anstellungen (siehe „Bezahlung“) der ÖGK zu vermeiden und zu gewährleisten, dass alle Mitarbeiter:innen für den Zeitraum ihrer Anstellung bei uns auch krankenversichert (vs. nur unfallversichert) sind.
Bezahlung
Bezahlung
Die Bezahlung erfolgt nach SWÖ Verwendungsgruppe 6
Zur korrekten Gehaltseinstufung benötigen wir:
- aktuellen Versicherungsdatenauszug
- alle dazugehören Dienstzeugnisse eurer facheinschlägigen Tätigkeiten (facheinschlägig: Kinderbetreuung)
Facheinschlägige Vordienstzeiten können zu 100% und nicht-facheinschlägige zu 50% angerechnet werden. Insgesamt können wir bis zu 10 Jahre an Vordienstzeiten anrechnen.
Ohne diese Unterlagen werdet ihr automatisch in Verwendungsgruppe 6 / Gehaltstufe 1 eingestuft.
Eure Gehaltszettel werden euch auf eure private E-Mail Adresse von Schweitzer + Partner Steuerberatungsges.m.b.H geschickt. Das Passwort sind die ersten 4 Ziffern eurer jeweiligen SVNr.
Alle Nachfragen zu eurem Gehalt bitte an: ferienbetreuung@wiener-familienbund.at richten!
Geringfügigkeitsgrenze:
Bitte beachtet, dass es bei befristeten Anstellungsverhältnissen sein kann, dass ihr für einen Teil nur geringfügig angstellt und somit nur unvallversichert seid. Siehe ÖGK-Regelung:
Anwendung der Geringfügigkeitsgrenze
Bei der Beurteilung, ob ein geringfügiges Beschäftigungsverhältnis vorliegt, sind folgende Fragen relevant:
- Für welchen Zeitraum wurde das Dienstverhältnis abgeschlossen?
- Wie hoch ist das im Kalendermonat gebührende Entgelt?
- Wann beginnt oder endet das Dienstverhältnis?
Daraus ergibt sich das nachfolgende Prüfschema:

Auch bei Anstellungszeiträumen unter 2 Wochen kann es sein, dass ihr unter der Geringfügigkeitsgrenze bleibt.
Arbeitszeit
Arbeitszeit
Die Camps finden Montag bis Freitag von 07:00 bis 18:00 Uhr statt.
Mögliche Anstellungsverhältnisse:
- 30h (Teilzeit) = ⌀ 6h täglich (ohne Pause)
- 37h (Vollzeit) = ⌀ 7,4h täglich (1h Pause nach max. 6h Arbeitszeit; ggf. eine zweite Pause vor dem Teammeeting jeden Mittwoch um 17 Uhr)
Dienstzeiten:
Gemäß des individuellen Anstellungsverhältnisses erfolgt die Einteilung durch die jeweilige Standortleitung Montag bis Freitag zwischen 07:00 Uhr und 18:00 Uhr
Pausen:
1h nach max. 6h; mittwochs ggf. eine zweite Pause vor dem Teammeeting um 17 Uhr.
Die Einhaltung der Pausen ist Vorschrift!
Mehrstunden/Überstunden
dürfen ausschließlich nach ausdrücklicher Anweisung der Standortleitung gemacht werden!
Wir wissen den Einsatz unserer Ferienbetreuer:innen sehr zu schätzen. Weil uns euer Wohl aber sehr am Herzen liegt, ist es uns besonders wichtig, dass die Normalarbeitszeiten nicht überschritten werden und alle Pausen gesetzeskonform eingehalten werden.
Urlaub, Zeitausgleich & Krankenstand
Urlaub, Zeitausgleich & Krankenstand
Urlaub
- Aufgrund der Kürze der Anstellungszeitraumes und aus Gründen Planungssicherheit für die Kinderbetreuung genehmigen 2026 keinen regulären Urlaub
- Sonderurlaubsanträge sind rechtzeitig bei der Standortleitung einzureichnen
- Nicht beanspruchte Urlaubszeit wird nach Ende des Anstellungsverhältnisses bei der Gehaltsabrechnung i.d.R. im Folgemonat berücksichtigt
- ACHTUNG! Ihr seid entsprechend der nicht-konsumierten Urlaubstage länger bei uns versichert und könnt für diese Tage dann NICHT beim AMS gemeldet sein.
Zeitausgleich
- sollte eure Standortleitung euch angewiesen haben Mehrstunden zu machen, müssen diese spätestens in der Folgewoche oder mit Anstellungsende wieder vollständig abgebaut sein. Dies bitte individuell mit der Standortleitung koordinieren
Krankenstand
- Benachrichtigung vor 07:00 Uhr per E-Mail an die Standortleitung (individuelle E-Mail eurer STL) UND Projektleitung (ferienbetreuung@wiener-familienbund.at)
- ärtzliche Krankmeldung an Standortleitung UND Projektleitung per E-Mail (Foto oder Scan)
- Krankmeldung im Original am ersten Tag nach Krankenstand an Standortleitung abgeben
Anspruch auf Sonderurlaub gilt gemäß KV-SWÖ:
- Bei eigener Eheschließung – 3 Arbeitstage
- Bei Teilnahme an der Eheschließung der Kinder, Enkelkinder, Geschwister oder Eltern – Tag des Ereignisses
- Bei Niederkunft der Ehegattin oder Lebensgefährtin – 2 Arbeitstage
- Bei Wohnungswechsel bei eigenem Haushalt – 2 Arbeitstage pro Kalenderjahr
- Bei Tod des Ehegatten, Lebensgefährten oder Kindes – 2 Arbeitstage
- Bei Tod der Eltern, Schwiegereltern oder Enkelkinder – 1 Arbeitstag
- Bei Beerdigung des Ehegatten, Lebensgefährten, der Eltern, Kinder, Swhiegereltern, Enkelkinder, Geschwister oder Großeltern – Tag des Ereignisses
- am ersten Schultag in der ersten Klasse der Volksschule des Kindes – Tag des Ereignisses
Formular Urlaub, Zeitausgleich, Sonderurlaub: KLICKE HIER (pdf)
Pendlerpauschale & Öffi-Tickets
Pendlerpauschale & Öffi-Tickets
Pendlerpauschlae:
Bei kurzfristigen Dienstverhältnissen (weniger als 6 Monate) kann die Pendlerpauschale nicht bei der monatlichen Abrechnung berücksichtigt werden.
Bitte entsprechend bei der Arbeitnehmerveranlagung selbst einreichen.
Öffi-Tickets / Betriebliche Fahrtkostenerstattung:
siehe Handbuch Finanzen
Einschulungen
Es müssen alle Einschulungsmodule vor dem 02.07. absolviert werden, damit sie als Arbeitszeit angerechnet werden können. Nach Ende der Camps werden Zertifikate für die Teilnahme versendet.
Teamtag - 2.7.2026
Termin: 2.7.2026
Uhrzeit: 09:00 – 17:00 Uhr
Ort:
Markhofgasse 19
1030 Wien
Programm:
-
- Standortleitungs- und Betreuer:innenteam kennenlernen
- Vertragsunterzeichnung
- Teambuilding
- Planung der ersten Betreuungswoche
Der Tag ist ein bezahlter Arbeitstag und es ist entsprechend Anwesenheitspflicht. Solltet ihr nur einen Teil des Tages Zeit haben, bitte dies mit der Standorleitung besprechen. Alles, was ihr weniger als Regelarbeitszeit an diesem Tag anwesend seid, muss während eures Betreuungszeitraumes wieder eingearbeitet werden.
Solltet ihr an diesem Tag gar nicht kommen können, müsste er am Donnerstag vor eurem Betreuungsstart nachgeholt werden (gilt nicht für Leute, deren Betreuungsstart 06.07. ist; in diesem Fall ist die Teilnahme am Teamtag unbedingt verpflichtend).
Sollte das auch nicht möglich sein, muss ein Urlaubstag für den Donnerstag vor eurem Betreuungsstart eingereicht werden.
ACHTUNG:
Für alle, die an mehr als einen Standort eingesetzt werden: ihr absolviert euren Teamtag mit dem Team des Standortes, an dem ihr startet!
Einzugstag an den Standort - 3.7.2026
Termin: 3.7.2026
Uhrzeit:
09:00 – 17:00 Uhr (einige Vollzeitkräfte sind nach Abklärung mit der Standortleitung am Vormittag im Lager),
ca. 11 Uhr – 17:00 Uhr (alle anderen)
Ort:
- Lager am Gaudenzdorfer Gürtel 51-59, 1120 Wien (nur nach Abmachung mit der Standortleitung)
- euer Einsatzstandort (siehe Onboarding-Mail)
Programm:
- Einrichten des Standortes
- Planung und Probedurchlauf für Montag
- Teambuildung
-
Der Tag ist ein bezahlter Arbeitstag und es ist entsprechend Anwesenheitspflicht. Solltet ihr nur einen Teil des Tages Zeit haben, bitte dies mit der Standorleitung besprechen. Alles, was ihr weniger als Regelarbeitszeit an diesem Tag anwesend seid, muss während eures Betreuungszeitraumes wieder eingearbeitet werden.
Solltet ihr an diesem Tag gar nicht kommen können, müsste er am Freitag vor eurem Betreuungsstart nachgeholt werden (gilt nicht für Leute, deren Betreuungsstart 06.07. ist; in diesem Fall ist die Teilnahme am Einzugstag unbedingt verpflichtend!)
Sollte das auch nicht möglich sein, muss ein Urlaubstag für den Freitag vor eurem Betreuungsstart eingereicht werden.
ACHTUNG:
Für alle, die an mehr als einen Standort eingesetzt werden: ihr absolviert euren Einzugsstag mit dem Team des Standortes, an dem ihr startet!
Checklisten (in Arbeit)
Anmeldung
1-2 Betreuer:innen besetzen ab 07:15 die Empfangstische und bereiten vor:
- Montags- / Gesamtlisten ausgedruckt
- Liste ist alphabetisch nach Vornamen sortiert. Ein Tisch A-M Ein Tisch N-Z
- Gruppenbänder
- Datenänderungsformular
- Elterninfos
- Datenschutzerklärungen
- Kappen
- Kulis
STL unterstützt bei Fragen der Eltern
Probleme bei Anmeldung
- Eltern haben Datenänderungen -> Datenänderungsformular ausfüllen lassen
- Kind hat Anmeldung, ist nicht auf Liste -> STL informieren
- Kind hat keine Anmeldung ist nicht auf Liste oder für andere Woche angemeldet -> STL informieren
- Eltern äußern bei der Anmeldung Gruppenwünsche -> Eltern informieren, dass Gruppenwünsche eine Woche vorher per Mail an die STL gemeldet werden müssen. „Wir werden versuchen Gruppenwünsche zu berücksichtigen“
- Wünsche der Eltern nach Tausch von Betreuungswochen -> Eltern direkt an die Bildung im Mittelpunkt verweisen
Abholung
Alle Kinder müssen sich immer bei Betreuer:innen der Gruppe und bei Betreuer:in am Ausgang abmelden!
- 1-2 Betreuer:in besetzen ab 16:00 den Empfangstisch beim Ausgang.
- 1 Betreuer:in fungiert als Shuttle.
- Die Gruppen sollen allerspätestens um 15:45 Uhr von Ausflügen zurückam Standort sein. Bei geplanter späterer Ankunft STL informieren, STL informiert Obsorgeberechtigte
- Ab 16:00 Uhr können die Kinder abgeholt werden.
- Die meisten Kinder werden zwischen 16:00 und 17:00 Uhr abgeholt, spätestens aber um 18:00 Uhr wenn Spätbetreuung in der Anwesenheitsliste angegeben ist.
- Der Shuttle fragt Eltern nach den Namen der abzuholenden Kinder, holt sie in den Gruppen ab und bringt sie zum Ausgang.
- Kind muss sich bei Betreuer:in abmelden, wird in Gruppenliste abgehakt und geht zum Ausgang, wird dort in Gesamtliste abgehakt und Abholer:in übergeben.
- Vergewissern, dass die Abholenden auch abholberechtigt sind (wenn nötig Ausweis zeigen lassen und in Liste nachschauen)
- Wenn in der Anwesenheitsliste AnH (Allein nach Hause) angegeben, dürfen die Kinder alleine zur vereinbarten Zeit entlassen werden. Überprüfen, ob Kinder, die allein nach Hause gehen dürfen, wirklich fit sind!
- Alleingeher:innen werden um 10 Minuten vor 16:00 Uhr vom Shuttle zum Ausgang begleitet, abgehakt und entlassen.
- Kinder sollten nicht vor 16:00 Uhr abgeholt werden, außer die Obsorgeberechtigten haben es vorher per e-mail mit STL abgesprochen.
- Obsorgeberechtigten bitte kommunizieren, dass bis 16:00 Uhr noch ein gemeinsamer Gruppenabschluss zur pädagogischen Rahmung des Tages stattfindet und Kinder deswegen nicht früher abgeholt werden können.
- Kein Kind verlässt das Programm früher ohne schriftliche Erlaubnis der Obsorgeberechtigten!
- Abholung ist IMMER am Schulstandort!
- 18:00 Uhr Gesamtliste und Gruppenlisten abgleichen und im Büro verwahren.
Eingangsbereich Infoboards
- Themenwoche
- Wochenpläne der Gruppen
- Menüpläne (Allergene)
- Elterninfos und Wichtiges
- Feedbackbox
- Kontakt Kinderschutzbeauftragte
- Kontakt PL
- QR Elterninfos, AGBB, Kinderschutzkonzept
Ausflüge
- Einholung über Infos bei Ausflügen zu externen Angeboten – (gibt es Schatten, Wasserspender, Klos, Regeln…)
- Wetterinfo einholen
- Ausflug nur mit mindestens einer Person mit 1.Hilfe Kurs
- Zumutbare Fahrzeit für Kinder bis zu 45 Minuten mindestens 30% der Zeit zusätzlich einplanen
- Rückkehr am Nachmittag bis spätestens 15:45 – wenn Verspätung, STL informieren.
- STL per SMS informieren: Gruppe, Ziel, Rückkehr (z.B.: Rot Augarten 15:45)
- Was nehme ich mit?
- Rucksack mit Wasser
- Kapperl
- Sonnencreme
- Erste-Hilfe-Kit
- Jause
- Handtücher
- Mit Kindern die Route und Verhaltensregeln besprechen
- Ganztagesausflüge sind möglich – Selber Lunchpaket machen oder in der Vorwoche bestellen
- Immer 2er Reihe, 1 Betreuer:in vorne, 1 Betreuer:in am Schluss.
- Straße immer an der Ampel oder Zebrastreifen überqueren
- Kinder regelmäßig durchzählen
- Wenn es einem Kind schlecht geht, SL informieren –muss es abgeholt werden?
- Schwierige Kinder: eventuell Springer:in dazu schicken, schlimmstenfalls zurück zur Schule, STL: Eltern anrufen, sie sollen das Kind abholen
- Unfall bei Ausflügen: 1 Betreuer:in fährt nach Möglichkeit mit Rettung mit (auch externe). Falls Betreuungsschlüssel nicht eingehalten werden kann, fährt zusätzliche:r Betreuer:in vom Standort zur Gruppe, erst dann geht die Gruppe zurück zum Standort.
Schwimmen & Schwimmbäder
- Grundsätzlich am Vortag bei den Bädern anmelden
- Gruppen mit Kindern bis 10 Jahre nur in Familienbäder
- Gruppen mit 10, 11, und 12-jährigen Kindern können auch in reguläre Frei- und Hallenbäder gehen, wenn:
- alle Eltern der Gruppenkinder die Schwimm-Check-Karte ausgefüllt und abgegeben haben
(diese Karte gilt als Information für die Betreuer:innen. Die Kinder müssen nicht alle Punkte auf der Karte beherrschen um mitzugehen. Aber auf Kinder, die nicht alle Fähigkeiten haben, muss besonders geschaut werden) DOWNLOAD SCHWIMM-CHECK - 1 Betreuer:in einen Helferschein beseitzt
- alle Eltern der Gruppenkinder die Schwimm-Check-Karte ausgefüllt und abgegeben haben
- Im Schwimmbad gilt:
- Beim Badewart:in „anmelden“ (Wer sind wir? Können alle Kinder schwimmen? Wer im Team hat den Helferschein etc.)
- Für 6 Kinder im Wasser ist mind. 1 Betreuer:in am Beckenrand aufsichtspflichtig (Überblick kann nur vom Beckenrand aus bewahrt werden!)
- Alle Kinder müssen Sonnencreme auftragen (mind. 30 Minuten bevor sie ins Wasser gehen und nach jedem Schwimmen neu auftragen)
- Weiteren Sonnenschutz (Kappe, Sonnenbrille, etc.) nicht vergessen
- Kartenspiele, Bälle, etc. sind mitzunehmen für Kinder, die nicht ins Wasser möchten
- Ins Schwimmbad gehen ist keine pädagogische Aktivität an sich – bitte plant Gruppenspiele im und außerhalb des Wassers!
- In Hallenbädern müssen alle Betreuer:innen Schwimmbekleidung tragen; in Freibädern kann nur mit Schwimmbekleidung ins Wasser gegangen werden.
-
Gespräche mit Kindern
Ein „gutes“ Gespräch bedeutet:
Dass sich die Gesprächspartner:innen wohl fühlen und dass die wechselseitigen Ziele einigermaßen erreicht sind oder dass sie sich über das Nichterreichen des Ziels einig sind. Mit anderen Worten: dass nicht nur der/die Erwachsene erreicht hat, was er/sie will. Das bedeutet, dass sich die Gesprächspartner:innen respektieren, unabhängig vom Inhalt des Gesprächs.
Ein „offenes“ Gespräch heißt:
Dass das Kind seine Meinung und Gefühle äußern kann, ohne vom Erwachsenen gelenkt oder in die Irre geführt zu werden, also wenn es keine Erwachsene gibt, die einseitig die Richtung des Gesprächs bestimmt.
Ein „gutes“ Gespräch ist voller Wärme, Respekt und Interesse.
- Warte den richtigen Zeitpunkt ab. Lass nach dem Konflikt entsprechend Zeit vergehen, bis sich das Kind beruhigt hat.
- Schenke dem Kind die volle Aufmerksamkeit
- Sorge dafür, dass das Kind sich wohl fühlt.
- Kündige an, worüber du sprechen möchtest, fokussiere dich auf das Wesentliche und bleibe konkret.
- Nimm dieselbe (Augen-)Höhe wie das Kind ein und schau das Kind an, während Du sprichst.
- Nimm das Kind ernst.
- Unterstütze das Kind dabei, eigene Lösungen zu finden, sei offen für Kompromisse.
- Höre zu! Das Kind dazu ermutigen, zu erzählen, was es empfindet oder will, weil man das sonst nicht weiß.
- Mit Beispielen zeigen, dass bei einem ankommt, was das Kind sagt. Bsp.: „…Aha, Du meinst also…“.
- Führe nicht nur Problemgespräche
- Nutze positive Äußerungen
- Bleibe ruhig und liebevoll
- Sobald Du merkst, dass das Kind nicht mehr bei der Sache ist, weise das Kind darauf hin, dass Du das Gespräch unterbrichst und ihr später weiterredet.
- Beende das Gespräch liebevoll.
- Hole dir im Zweifelsfall Hilfe.
Genaues Protokollieren nicht vergessen 😊
Quelle: Martine F. Delfos: „Sag mir mal …“ Gesprächsführung mit Kindern.
Herausforderndes Verhalten von Kindern
Ein Kind zeigt herausforderndes Verhalten (aus einem “guten” Grund):
Das Konzept der “Annahme des guten Grundes” besagt, dass Menschen stets einen Grund haben, wieso sie so handeln wie sie handeln. Auch, wenn dieser Grund nicht immer sofort offensichtlich ist.
Demnach ist es wichtig, darauf zu achten und zu reflektieren, was hinter dem Verhalten des Kindes stecken könnte. Darauf berufen wir uns auf das beobachtbare Verhalten oder die Erzählungen des Kindes.
Mögliche Gründe, dass Kinder ein herausforderndes Verhalten zeigen, können u.A. sein:
- Extreme Introvertiertheit
- Trennungsängste
- Kontaktvermeidung
- Überängstlichkeit und ängstlich-depressives Verhalten
- Aggressives Verhalten
- Zappeligkeit, Unruhe, Impulsivität
- Lautstärke-empfindlich
- Überforderung und Reizüberflutung
Grundsätzliches
- Kein Fall ist genau gleich, weshalb es auch keinen Musterplan gibt nach dem gehandelt werden kann. Deshalb gibt es auch kein richtig oder falsch, sowie bessere oder schlechtere Lösungsansätze, sondern jede Situation muss individuell betrachtet werden (da jede Person mit ihrer Lebenswelt und Umwelt, sowie die Situation verschieden ist) und dafür die passenden Lösungsansätze gefunden werden.
- Dabei ist vor allem die Umgangsweise mit den betroffenen Personen, als auch die eigene Haltung zu den beteiligten Personen und der Situation wesentlich.
- Wichtig sind zunächst die Gefühle und Emotionen der beteiligten Personen und der eigenen Person wahrzunehmen. Dabei hilft auch oft ein Perspektivenwechsel.
- In verschiedenen Situationen kann es auch hilfreich sein das Verhalten im Kontext der Lebenswelt und Umwelt des Kindes zu sehen, um so mögliche Hintergründe und Ursachen des Verhaltens herausfinden zu können.
- Dabei ist es nicht die Aufgabe der Betreuer:innen die Ursachen zu beheben, sondern ein Verständnis für die Situation zu bekommen und so die Person in z.B. den Aktionen besser einbinden zu können. So können Betreuer:innen die Ressourcen der Kinder entdecken und mehr auf die Stärken der Kinder eingehen.
- Außerdem: keine überstürzten Reaktionen/Handlungen. Es hilft die Situation vorerst im Team anzusprechen und das weitere Vorgehen in den Teammeetings oder im kollegialen Austausch zu besprechen. Die passenden Lösungsansätze zu finden ist nicht einfach. Trotzdem gilt: GEMEINSAM nach Lösungen suchen und finden ist leichter als ALLEIN!
Positive Motivation
- Lobe nicht nur Erfolge sondern bereits die Anstrengungsbereitschaft des Kindes.
- Gehe nur auf eine Sache oder Handlung ein, nicht auf mehrere gleichzeitig
- Halte dem Kind keine Vorfälle aus der Vergangenheit vor
- Stärke das Selbstbewusstsein durch Übertragung von Verantwortung und Aufgaben (im Rahmen der Möglichkeiten, die du dem Kind auch zutrauen kannst – achte dabei darauf, das Kind nicht zu überfordern)
- Fördere Kontakte mit gleichaltrigen Kindern, vermeiden die Abkapselung
- Generell: achte darauf, sich dem Kind gegenüber liebevoll, freundlich und motivierend zu verhalten
Strukturierung/Sicherheit
- strukturiert den Tag und die Woche (genaue Uhrzeiten festlegen, was wird wann wo getan…)
- legt gemeinsam mit den Kindern klare Verhaltensregeln fest und vereinbart Konsequenzen (siehe Konsequenzen) bei Nichteinhaltung
- stellt sicher, dass alle Betreuer:innen und wenn möglich auch die Eltern sich einig sind und „an einem Strang ziehen“, wobei auch die Perspektive des Kindes (wenn möglich) miteinbezogen werden soll
Reflexion der Situation
Reflexive Analyse im pädagogischen Kontext, um dem Verhalten des Kindes bestmöglich auf den Grund zu gehen
Mögliche auslösende Situationen
- Zu viele Kinder
- Lärm
- Zu langweilig
- Konflikte
- Über-/Unterforderung
- Das Verhalten des:r Betreuer:in (mögliche Triggerpunkte für das Kind) Lösungsansätze & Methodenkoffer
- Rückzugsmöglichkeit (z.B. Zelt, Decke über Tisch als Höhle, Bücherecke)
- Extra Raum
- Plan B Programm
- Programmflexibilität
- Gruppen trennen
- Ortswechsel (z.B. in den Garten oder Turnsaal gehen, wenn Bewegungsdrang)
Campregeln
Klare Regeln geben den Kindern Sicherheit. Sie sollen einheitlich an den Standorten sein und die Hausregeln der Schulen miteinbeziehen. Den Kindern soll auch klar vor Augen geführt werden, welche Konsequenzen die Nichteinhaltung der vereinbarten Regeln hat.
- Freundlich und nett zueinander sein
- Zuhören, aussprechen lassen
- Ordnung halten
- Verantwortung übernehmen
- Zusammenhelfen und aufeinander aufpassen
- 2er Reihe, Buddy-System
- Immer bei Betreuer:innen an- und abmelden
- Betreuer:in ist für Gruppe verantwortlich, darum muss auf Betreuer:innen gehört werden.
Konsequenzen
Ablauf:
- Einzelgespräche zwischen Betreuer:in und Kind (1-max. 3 Gespräche), gemeinsame Lösungsansätze und Besserungsvorschläge werden definiert und festgehalten
- Verhelfen die Gespräche zu keiner Besserung der Situation – STL wird informiert und führt ein Gespräch mit dem Kind
- Verhilft das Gespräch zu keiner Besserung der Situation -> STL führt persönliches Gespräch mit den Eltern/Obsorgeberechtigten Gesprächsablauf und -inhalte:
- 1-3 Einzelgespräche mit Betreuer:in:
Fehlverhalten erklären – gewünschtes Verhalten schildern – Vereinbarung mit Frist treffen – auf Konsequenzen bei Nichteinhaltung der Vereinbarung hinweisen - 1 Gespräch mit STL mit Vereinbarung und Frist:
Fehlverhalten erklären – gewünschtes Verhalten schildern – Vereinbarung mit Frist treffen – auf Konsequenzen bei Nichteinhaltung der Vereinbarung hinweisen - Gespräch STL mit Obsorgeberechtigten und Kind:
Fehlverhalten erklären – bisherige Maßnahmen schildern fragen, ob das Verhalten von zuhause oder Schule bekannt ist (sehr vorsichtig bei diesem Gespräch sein, nicht urteilen) – nach Vorschlägen fragen, Vereinbarung mit Frist treffen auf Ausschlussmöglichkeit durch die BiM hinweisen (nur im absoluten Notfall ansprechen, zuvor mit PL besprechen) - PL wird von der STL sofort über das Gespräch mit den Obsorgeberechtigten informiert.
- Gespräche immer ausführlich schriftlich dokumentieren! (je nach Fall entweder kurze Notiz im Tagesprotokoll ausreichend oder ein eigenes Vorfallsprotokoll notwendig)
Ruhe – Gruppen
Kinder, die mit den regulären erprobten pädagogischen Maßnahmen in den Gruppen nicht zu betreuen sind, können, wenn möglich und in Einvernehmen mit dem Kind für eine geeignete Zeit in Ruhe – Gruppen betreut werden. Evtl. waren die Kinder von der Gruppe überfordert und können so zur Ruhe kommen.
Ausschluss eines Kindes aus pädagogischen oder sonstigen Gründen
- 26 AGBB Gründe für eine außerordentliche Kündigung der Betreuungsvereinbarung: Das Verhalten des Kindes stellt eine unzumutbare Beeinträchtigung der Betreuung dar, der Betreuungsaufwand für das Kind ist nicht abdeckbar.
Den Ausschluss kann nur die BiM vornehmen. Die Ankündigung des Ausschlusses an die Eltern erfolgt nur nach Rücksprache der STL mit der PL. Eine Information ergeht ebenfalls an die BiM, die dann den Ausschluss ausspricht. Gespräche mit den Eltern im Vorfeld und schriftliche Dokumentation der Ausschlussgründe sind unbedingt nötig!
Adressen, Einrichtungen & Standorte
Zentrale
Sechshauser Straße 48/9
Fux 4
Sechshauser Straße 48/9
KoGa
Sechshauser Straße 48/9
Währing
Sechshauser Straße 48/9
Ju9Teen
Sechshauser Straße 48/9
Fair Play
Sechshauser Straße 48/9
Schlüsselpersonen
Til Ulbricht
Kinderschutzbeauftrafter
kinderschutz@wiener-familienbund.at
Tel.: +43 (0) 676 880 52 590